Digitalelektronik für die Modellbahn

 

Booster-375KF modifiziert

 

Allgemein:

Beim Bau meiner Anlage stellte sich die Frage nach einen geeigneten Booster.
Der sog. Spaxbooster von Oliver Spannekrebs und die Abänderung durch die Modell-Eisenbahnfreunde Mühldorf a. Inn e. V. entsprach annähernt meinen Vorstellungen.
Jedoch stellte ich bei meinen Untersuchungen fest, dass bei maximaler Last die DCC-Ausgangsspannung, gegenüber der geregelten Eingangsspannung von 16V= merklich geringer ist.
Schuld daran ist der R On-Widerstand der Ausgangstreiberstufe der Brückenschaltung L6203.
Während die Spannung ohne Last bei 16V liegt beträgt die Ausgangsspannung bei 3,75 Last nur noch 13,75V.
Davon ist dann noch der Spannungsabfall am Messwiderstand für die Überlast- und Kurzschlusserkennung von 0,175V bei 3,75A

abzuziehen, so dass letztlich nur noch 13,575V DCC-Spannung von 16V vorhanden ist.
Versuche ergaben, dass bei unterschiedlicher Belastung (eine oder mehrere Lok’s im Betrieb) sich sehr unterschiedliche Fahrgeschwindigkeiten und vor allem sehr unterschiedliche Verzögerungszeiten bzw. Bremswege ergeben, was für einen exakten Fahrbetrieb nicht brauchbar ist.

 


Da ich mich für die Software Railware entschieden habe, vor allem wegen der Möglichkeit exakte Bremswege und exakte Fahrgeschwindigkeiten auf den entsprechenden Fahrstrecken zu fahren musste die Schaltung dahingehend verbessert werden.
Das Ergebnis ist eine Schaltung, in der die Spannungsabfälle in Abhängigkeit von der Belastung kompensiert werden. Das heist, dass die DCC-Ausgangsspannung unabhängig von der Last immer annähernt 16V= beträgt. Um den Schaltungsaufbau nicht all zu aufwendig werden zu lassen ist die Ausgangsspannung 16V über ein Potentiometer einmal zu justieren.
Bei der Verwendung der Gleisbesetztmelder GBM-16RM reduziert sich die tatsächliche Gleisspannung auf ca 14,6V. Dies garantiert eine optimale Betriebsspannung für Spur-N Lok's.
Ich änderte die Schaltung und den Aufbau nach diesen Anforderung entsprechend ab.
Auch das Platinenlayout wurde neu erstellt.

Eigenschaften:

- Verwendung von handelsüblichen Elektronikbauteilen ohne Prozessorsteuerung.
- Eingangsspannungsanschluss an einen Trafo mit 18V ~ und entsprechender Leistung.
- Stromausgang: max. 3,75A mit elektronischer Überlastabschaltung.
- Ausgangsspannung: Stabilisiert auf 16V= mit Lastkompensierung
- Kurzschlussfest durch automatische Abschaltung bei mehr als 3,75A Last.
- Kurzschlussmeldung über Optokoppler und Rückmelder möglich.
- Automatisches Wiedereinschalten nach ca 1 Sekunde und Prüfung ob Kurzschluss oder Überlast beseitigt ist.
- Automatisches Abschalten wenn kein DCC-Signal vorhanden.
- DCC-Signalanschluss über Optokoppler galv. getrennt.
- Über Optokoppler Booster Aus- und Einschaltbar.
- Betriebsanzeige über 3 LED's
- Leiterplatte ca. 145 x 77 mm
- dazu empfehle ich ein Kunststoffgehäuse das nach einer kleinen Modifikation prima passt. (siehe Bild)


Nähere Einzelheiten sind in der Betriebsanleitung nachzulesen.

Das Platinen-Layout kann kostenlos von mir angefordert werden. Ich bitte um Verständnis, dass ich das Layout nur an Anwender weitergebe, die das Modul nur für den Eigengebrauch nachbauen und nicht für kommerzielle Anwendungen nutzen oder weitergeben werden.

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